You Don’t Know – Ninja Cuts

Die 150. Ninja-Tunes-Veröffentlichung ist der fünfte Teil der Ninja Cuts. Auf drei CDs wird das immer weiter ausufernde Spektrum des Labels präsentiert. Neben den üblichen versponnenen Downbeat-Tracks gibt es diesmal erstaunlich viele krachige Stücke. Das geht manchmal bis an die Schmerzgrenze, wie das Prodigy-mäßige „Dropaudio“ von The Qemists. Generell beweisen die Ninjas aber Geschmackssicherheit. Um alle Highlights zwischen Grime und epischer Beat-Suite aufzuzählen, fehlt hier der Platz. Darum nur diese: Amon Tobins ganz erstaunliches „Bloodstone“, Musik für einen osteuropäischen Agentenfilm; Mike Ladds klassisches HipHop-Stück „BlahBlah“ mit seinem zerhacktem Beat und der verdrehten Bassline; die Live-Version von „Rites Of Spring“ vom Cinematic Orchestra, zunächst episch, von Streichern getragen, steigert sich das Stück in ein Free-Jazz-Blowout. Auch DJ Shadow ist so gut drauf wie schon lange nicht mehr. „Bring Madlib Up“ ist ein hypervertrackter Kracher von einem Cut-Up-Track. Und die ewig unterschätzten Homelife sind noch einmal mit ihrem wunderbar nervösen Spaceage-Pop-Stück „Seedpop“ zu hören.

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