Yesterday And Today

Das Debüt-Album From Here We Go Sublime erschütterte vor zwei Jahren durch seine Radikalität. Axel Willner war es gelungen, markante Samples zu isolieren und durch Wiederholung sowie 4/4-Bassdrums einen Klang zu schaffen, der vor Liebreiz, Lüsternheit und Sehnsucht nur so glitzerte. Mit Yesterday And Today nun wagt The Field eine konzeptuelle Öffnung. Durch zahlreiche Auftritte hat sich ein Trio als Grundformation ergeben, und mit den Musikern Dan Enqvist an Bass und Perkussion sowie dem Multiinstrumentalisten Andreas Söderstrom alias Ass plus diversen Gästen nahm The Field die Tracks in Form von Jamsessions auf. Yesterday And Today setzt nun fast in jedem der sechs Stücke neu an, und da auch innerhalb dieser Tracks sich nun immer neue popeen aneinanderreihen, wirkt dieses Album etwas wuselig. Das Korgis-Cover „Everybody’s Got To Learn Sometime“ ist komplett überflüssig, und auch das abschließende „Sequenced“ ragt nicht gerade aus der Flut an den Cosmicdisco-Stücken zurzeit heraus. Dafür aber arbeitet sich The Field in „The More That I Do“ wieder einmal beeindruckend an einem Sample ab, einem synthetischen Glockensound der Cocteau Twins. Am besten zeigt wohl das eröffnende „I Have The Moon, You Have The Internet“, wie Willner die physische Präsenz eines Bandsounds in Zukunft nutzen könnte: Es kommt aus dem Nichts, formt langsam seine Körperlichkeit, um wieder sanft auszuklingen.