Walking In The Shadows

Eine ganz eigene <i>deepness</i>, mit der Jenifa Mayanja ihren zweiten Langspieler nach <i>Stream Of Conciousness</i> von 2007 füllt. Rhythmik tritt zugunsten von Melodieführung in den Hintergrund, statt druckvoller Kickdrum gibt es verästeltes, fast ornamentales Drumwork in unkonventionellen und komplexen Arrangements. Mit explizit formulierter Präsenz von Piano, Streichern oder Synthies bewegt sich <i>Walking In The Shadows</i> durchgängig im Grenzgebiet von verschachteltem Downbeat und einer Art von Deephouse, die introspektiv, fast esoterisch anmutet. Jazz, Weltmusik, New Age? Eine gewisse Nähe ist spürbar. Allerdings manifestieren sich gerade zum Ende in Tracks wie „Thinking About It“ oder „Time To Be Moving On“ klar die Housestrukturen, wenn auch immer mit verwischten Grenzen – oder, ganz dem title entsprechend: als Schatten eines einstmals klar konturierten Körpers, von dem mittlerweile nur noch die Spur erfahrbar ist. Vielleicht aber auch einfach erwachsene Housemusik.