Vol.1

Welch pragmatischer title für eine Compilation. Cutting edge ist das ja im zur Neige gehenden Jahre 2008 nun nicht gerade mehr, weit draußen aber allemal. Auch wenn man mittlerweile schon wissen könnte, wie schön das so wabert. Die Synthies treiben durchs All, der Bass watschelt behände, alles entfaltet sich im mittleren Zeitlupen-Tempo. Etwas Gebimmel hier, softrockendes Gitarrengedaddel da. Der für die Zusammenstellung zuständige Herr ist Skinny Joey, der bislang bei den belgischen Kollegen von Mindless Boogie von sich hat hören lassen und hier 13 bislang unveröffentlichte und, wie es heißt, exklusive Tracks zu einem elegant federnden Mix verwebt. Neben einigen wenigen, mittelbekannten Acts wie Spektrum oder dem New Yorker Duo In Flagranti und Namen wie Coyote oder Lovelock, über die man in der letzten Zeit in den einschlägigen Blogs gestolpert ist, triff man auf viele wenig beschriebene Blätter. Massimiliamo Pagliara beispielsweise oder Phoreski. Wenngleich Skinny Joey fallweise dezent Richtung Weltmusik, Synthiepop oder gar Reggae lugt, bleibt dieser – dennoch – sehr empfehlenswerte Mix merkwürdig monoton, mitunter leicht beiläufig. Was daran liegen mag, dass der Zauber des weiten Genres Cosmic nicht selten darin besteht, dass sich in ihm die unterschiedlichsten Klangursprünge – seien es nun Krautrock, Afrobeat oder straighte Disco – zu einer neuen Atmosphäre verdichten, aber die vorliegenden Stücke etwas schablonenhaft auf das titlespendende Überthema hinproduziert wirken.

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