Victimizer

Hier wird ein Tempo gefahren, bei dem jeder GTI-Fahrer hupend am Heck klebt. Scheinbar bewegt sich Mikkel am liebsten in der DJ-kargen 105 bis 115 BPM Region. So verschleppt er uns mit dubbigen Shuffle-Beats und warmen Bässen an die ruhigen Orte des Lebens und beseelt diese mit Anti-reißerischen Melodielinien, gespielt von dezenten Saiteninstrumenten und organischen Synthesizern. In der Ruhe und dem Delay-Erzeuger liegt offensichtlich die Kraft von „Victimizer“, doch führt das im Verlauf des Albums zu einigen lethargischen Hängern. Man erwartet manchmal einfach mehr Abwechslung, Beat und Bass wirken dann etwas statisch im Verhältnis zu den epischen Songlängen. Interessant beginnt Mikkel Metal mit einer deepen, melancholischen Gesangsnummer. Davon hätte man sich vielleicht mehr gewünscht, ansonsten eine qualitativ gute Arbeit, die sich in entspannter Haltung sehr angenehm konsumieren lässt.

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