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Sieben Kölner und kölnbezogene Producer haben sich als Cereal Killers zusammen getan, Pan/Tone ist der Kopf der Truppe. Ihre erste Aktion ist eine Serie von Split-Maxis, auf jeder erscheint neben einem Track von Pan/Tone einer von Misc., Koze oder Jake Fairley. Pan/Tones „Lung Butter“ auf Cereal Killers 01 ist eine härtere Nummer, die seine Trademark-Elemente – jene gitarrenartig klingenden Analog-Sounds – großflächig in Szene setzt und an satte 70s-Rock-Produktionen erinnert. Misc.s „Camera Obscura“ erreicht in seiner Struktur und seinem zeitlichen Verlauf eine Klarheit, über die nicht viele aktuelle Techno-Tracks verfügen.
Auf der zweiten EP erscheint Pan/Tone unter seinem Spop Le Rock-Alias. „Es scheppert wie der Leppard“ ist ein aggressiverer Track, der sich mit seinem kurzatmigen Groove und den sägenden, noisigen Sounds eher an Punk-Songs orientiert, beim ruhigen „Keep It Simple, Stuppop“ spürt er den poetischen Momenten seiner Sounds nach, die wie Echos aufeinander bezogen sind. Kozes „Naked“ ist eine interessante Ausnahme-Nummer mit einem souligen Falsett-Vocal und popM-Groove, die im „Dub Mix“ zu einem soundverliebten, anmutigen House-Track wird.
Jake Fairleys „Presence“ auf Cereal Killers 03 setzt einen metallischen Minimal-Groove gegen eine Knarz-Bassline: Ähnliches hat man von ihm schon oft gehört. Pan/Tones „Knuckle Sandwich“ ist der überraschendste Track von ihm auf diesen drei Platten, der auf mächtigen Hallräumen federnde Groove erinnert an Stücke von Donato Dozzy und hat schöne, gläsern-zerbrechliche Sounds.