Trickmixer’s Revenge

Max Mohr ist nicht der bekannteste Playhouse-Act, trotzdem haben seine drei über sieben Jahre hinweg auf dem Label veröffentlichten EPs maßgeblich zum Charakter von Playhouse beigetragen. Kaum jemand bringt die Spannung zwischen House und den diversen Pop-Stilen, aus denen House in den achtziger Jahren hervorgegangen ist, so auf den Punkt wie er. „Trickmixer’s Revenge“ arbeitet von einem ruhigeren Spannungslevel aus, es gibt keine upbeatigen, fordernden Grooves, ihre Energie erzeugen die Tracks aus den sehr prägnanten Melodiefiguren der Basslines. Ohne labyrinthisch zu klingen, geht es in diesen Stücken immer um Bewegung und darum, bestimmte Etappen hinter sich zu lassen; ständig neues Terrain zu erobern. Obwohl alle Tracks absolut spielbar sind und mit ihren zielsicheren Beats und dem ständigen Input im melodischen Bereich den DJs viel an die Hand geben, haben sie doch einen sehr eigenen, introvertierten Charakter. Es ist eine Einsamkeit, eine Isolation in dieser Musik spürbar, und gerade das macht ihre Schönheit aus.

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