Tranquillité

Huch, wer wird denn da wieder an die Oberfläche gespült? Jens Zimmermann war Ende der 80er zusammen mit Torsten Fenslau für einige der erfolgreichsten Großraumdiskothekenhits der aufblühenden Technobewegung verantwortlich, sämtliche Platten, die sie unter den Namen Abfahrt, Tyrell Corp. oder Out Of The Ordinary veröffentlichten, prägten wesentlich (nicht nur) den damaligen Sound of Frankfurt bzw. des Dorian Grays. Und wie klingt Zimmermann heute? Nun, er hat nach wie vor ein extrem gutes Gespür für das Erzeugen großer Räume, der titlegebende Track ist ein 10-minütiges Monster, das aus nicht viel mehr wie ein sich durch den gesamten Track ziehenden Vocoder, afrikanisch klingender Percussion und ein paar Effekten besteht. Der Beat ist spürbar, steht aber nicht im Vordergrund, der gesamte, elegant klingende Mix ist auf die Percussion und den Vocoder ausgerichtet. Sehr eigen und hypnotisch! Die B-Seite „Snap-Fish-Dub“ schabt sich extrem drepopimensional und angenehm düster tief in das Mark von klassischem Techno – Kompakt bemerken hier nicht zu Unrecht eine Nähe zu Planetary Assault System. Nicht nur für K2 ist diese Platte eine absolute Überraschung.

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