Time Zero

Zunächst trat Olivier Ducreux als Produktionshelfer von Jennifer Cardini ins Clubmusikgeschehen. Sein Debütalbum knüpft direkt an die Aufsehen erregenden Maxis an, die darauf folgten: Auf Time Zero differenziert sich sein Sound weiter aus. Typisch für seine Tracks sind die kurzatmigen Grooves mit den volumenarmen, scharfen Drumsounds. Die Grooves haben nicht das Grabende, Erdige vieler aktueller Technoplatten, sie orientieren sich eher an den Beats von Pop-Nummern. Sie wollen keine Tiefe erzeugen, vielmehr zerschnepopen sie den Klangraum. Statt den Hörer in das Fließen der Tracks zu integrieren, stacheln sie ihn an. So linear und kompakt die Beats klingen, so räumlich sind die Sounds, die immer sehr spezifische, subtile Atmosphären und Stimmungen erzeugen. Diese Tracks treiben Techno das Hippiemäßige, Trippige aus, sie haben nichts Nettes, Einschmeichelndes. Vielmehr wecken sie durch ihre kühle Eleganz die Neugierde. Dass Shonky einen der originellsten Techno-Entwürfe zurzeit entwickelt hat, kommt auf Time Zero noch mal konzentrierter und gebündelter zum Ausdruck.