The Return of Caro

Nach drei EPs auf Orac veröffentlicht Caro jetzt dort sein Debütalbum, und „The Return Of Caro“ ist tatsächlich eine sensationelle LP: Das, wovon zurzeit alle träumen, eine aus Techno und House hervor gegangene, elektronische Popmusik, gelingt hier auf einen Schlag. Die Genialität des Albums liegt darin, dass Pop tatsächlich aus dem minimalen Sound heraus gedacht wird: Statt das Poppige an die Tracks dran zu klatschen, wird die Konsistenz und die Ökonomie des Minimal-Sounds hier auf ein Pop-Plateau verschoben. Im Gegensatz zu den Sängern im elektronischen Milieu, die vor dem Mikro ja gerne einen Laberflash kriegen, bestehen die Lyrics hier nie aus mehr als zwei Sätzen. Caros Verdienste für einen elektronische Popsound werden bloß insofern relativiert, als dass er sein erzählerisches Szenario in einem ziemlich intimen, ja privaten Rahmen anlegt, der aber nichts Zimperliches oder gar Kindliches hat. Und „My Little Pony“ ist die sublim-romantische Version von DJ Assaults „Ass & Titties“.