The DFA Remixes – Chapter One

Asche auf mein Haupt und derer, die DFA lange Zeit als einen aufgeblasenen Hype von Modefuzzis, rasenden Reportern und der allgemeinen Hipster-Journaille abgetan haben. Die Jungs haben Substanz. Und was den Hype angeht, Tim Goldsworthy ist das ja gewohnt. Als Mitglied von UNKLE musste der English Man in New York ja auch bei Mo’Wax mit ansehen, wie die T-Shirt- und Spielzeugsammlung seines Chefs plötzlich wichtiger war als die Musik. Aber wie gesagt, Murphy und Goldsworthy geht es um Inhalte. Wie sonst könnten sie es schaffen, aus den gruseligen Chemical Brothers und „The Boxer“ oder den peinlichen Fischerspooner-Gecken ernstzunehmende Musik zu schaffen? Den Rest vom Fest kennt man fast auswendig: Radio 4, Metro Area, Le Tigre und die Gorillaz. Alle von DFA auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. In der Tradition von Andrew Weatherhall und all seinen Vorgängern, die Pop und Indie zu Tanzmusik umformulierten, verstehen es Murphy und sein Partner, die Essenz dessen rauszufiltern, was die Kunst der sich bewegenden Hinterteile ausmacht. Und manchmal kommt dabei sogar Musik heraus, die das berührt, was den Menschen im Innersten zusammenhält. Ihr tränenrührenden Remix für Hot Chip gehört zu den besten Stücken, die Tony Wilson und seine Factory nie veröffentlicht haben. Dance from Above!
Tipp: Hot Chip „Just Like We (Breakdown)“, Metro Area „Orange Alert“, Chemical Brothers „The Boxer“