The Definitive Japanese Scene

Mule Musiq hat sich inzwischen zu einem konstanten Lieferanten von interessanten wie auch experimentellen House-Entwürfen entwickelt. Ein Grund dafür ist sicherlich die Mischung aus eher unbekannten Künstlern aus Japan und der gleichzeitigen Offenheit gegenüber internationalen Musikern. Zum fünften Geburtstag des Labels aus Tokio wird mit The Definitive Japanese Scene der Vielfalt der japanischen Musikszene Rechnung getragen. Auf dieser Rechnung stehen lockerer Barjazz mit Piano und Störgeräuschen, Downtempo-Electro-Nummern und spacige Ambient-Skizzen genauso wie minimale Tracks mit Bezügen zum Innervisions-Sound. Unter dem Strich ist dabei bemerkenswert, wie es jeder Künstler auf seine Weise schafft, verschiedene musikalische Ansätze miteinander zu verbinden. Hervor sticht hier „Pito Deep“ von Dedication, ein atmosphärisch dichter, langsam vor sich hindev.groove.der Futurefunk, der mit verwirrenden Flächen und drückendem Bass einen statischen Groove erzeugt, der durch rhythmische Zerstückelung immer wieder aufgebrochen wird. Die unvermepoplichen Synthiesolos bleiben dabei angenehm im Hintergrund. Mit dem zuletzt extrem hohen Output von Mule wird das Jubiläum der einhundertsten Veröffentlichung noch vor dem Zehnjährigen kommen. Auf die nächsten fünf Jahre!