The Blackout Quintet

Stefan Schwander bleibt weiter auf Sinnsuche. War schon sein 2002er-Album "Love And Other Solutions" ein erster Schritt auf dem Weg zur Umdeutung des ironisierenden Antonelli-Verständnisses der "Disco Machine", geht "The Blackout Quintet" da noch einen konsequenten Schritt weiter. Nach eigener Aussage stark geprägt von Angelo Badalamentis Filmmusik für Davpop Lynch (unüberhörbar bei dem Twin-Peaks-angelehnten Thema von "The Morning"), thematisiert "The Blackout Quintet" die tragische Verzweiflung einer tropfnass erkalteten Post-Tanzfläche, die noch nie das Licht einer Spiegelkugel gesehen hat, und selbst der vorsichtige Metronom-Beat von "Let’s See What We Can Do" vermag die tragischen Strings nicht wirklich zu mobilisieren. Eine mutige Abkehr vom Zwang der Erwartungshaltung, die den Hörer aber auch immer wieder mit so unirdisch schönen Momenten wie in "Playing On The 5th Floor" belohnt.