The Art Of M

Matt Star aus Offenbach ist gerade 21, trotzdem kann er schon auf acht Jahre Arbeit als Produzent von Clubmusik zurückblicken. Mit seinem „Balztanz Der Schwingungen“ wurde er vor zwei Jahren schlagartig bekannt, nun erscheint sein äußerst gelungenes Debütalbum. The Art Of M entwickelt die unprätentiöseste Form von House, die vorstellbar ist. Die Stücke heißen „Bassar“, „Supabass“, „Drumbrum“ oder „Stampfer“, sie haben nichts vom Pathos der Verfeinerung und Veredelung, durch das sich Minimalhouse oft auszeichnet. Ebenso wenig haben sie mit dem gegenwärtigen Deephouse-Revival zu tun. In ihrer Körperlichkeit und Direktheit erinnern die Tracks von Matt Star an Musik von Robag Wruhme: Es scheint um nichts anderes zu gehen, als Teil der Dynamik der Grooves zu werden und der Wirkung der Musik auf die tanzenden Körper nachzuspüren. In keinem Moment sind die Stücke zu lose und zu verspielt – und ebenso wenig zu statisch und zu dicht. Immer wird ein ganz besonderes Spannungsmoment erfasst. Tolles Album.

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