The Anthology & The Anthology

Ain’t no stoppin’ Salsoul now. Mit einer Begeisterung, die Briefmarkensammlern gleichkommt, wird im Moment alles, was irgendwie mit Salsoul, den zugehörigen Künstlern, Produzenten und Orchestern zu tun hat, neu aufbereitet und schön verschnürt auf den Markt geworfen. So etwas nennt man wohl multiple Verwertbarkeit. Wer die Katalognummern des New Yorker Traditions- und Vorzeigelabels sortiert im Regal stehen hat, darf sich freuen. Hier kann man fast fünf Stunden lang die Geschichte des Labels bestaunen. Die Salsoul-Orchestra-Anthologie ist zwischen der Ära von Vince Montana Jr. und den Jahren mit Tom Moulton, Patrick Adams, Bunny Sigler und Stan Lucas auf zwei CDs aufgeteilt. Auf der ersten kann man sich mit Instrumentalversionen von Bee-Gees-Hits amüsieren oder den „Salsoul Rainbow“ anhimmeln. Nummer zwei hält Shep-Pettibone-Mixe, Loleatta-Holloway-Arien und Joycelyn Browns „Take Some Time Out For Love“ fest. Das gibt es natürlich auch auf ihrer eigenen Anthologie zu hören, die neben bepopen Studioalben auch einige Prelude-Tracks und Remixe bietet. Zwei CDs, die einen guten Überblick über das Schaffen der Dame geben – inklusive des epochalen 10-Minuten-Mixes von „Ain’t No Mountain High Enough“ mit Larry Levan am Mischpult und famosem Breakdown obendrauf. Für Komplettisten und Novizen empfehlenswert.

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