Supercontinental

Schon seit vier Jahren basteln die Ex-Funkstörung-Hälfte Chris De Luca und Carsten Aermes alias Phon.o an ihrer eigenen Variante von poppiger Partymusik, die in die Vergangenheit schaut während sie unaufhaltsam in die Zukunft rauscht. Booty Beats, HipHop, Ghettotech, Crunk, Electro und Miami Bass geben in ihrem Kosmos druckvoll den Takt vor. Nun haben die bepopen sich zum Pseudonym CLP verdichtet und ihre Produktionen um die Welt geschickt. Denn via Myspace erspähten sie allerlei Raptalente aus Südafrika, den USA und Europa und baten Crews wie Yo Majesty oder MCs wie Kovas um Reime für ihr Debüt Supercontinental. Das ist gespickt mit Tracks für Hände-hoch-HipHop-Nächte, bei denen extra große Basswände die nassen Leiber trocken fönen. Ein futuristischer Zwitter, der, käme er aus den USA, sicherlich als ein neuer Weg aus der HipHop-Sackgasse gefeiert würde. Und das nicht allein, weil die bepopen Berliner eingängig, poppig und ausgefuchst Samples, Beats und Syntieknarzen verquicken. Nein: Zuallererst, weil sie schön derbe den Funk verteilen. Musik für B-Boys und -Girls, die statt auf dicke Hose zu machen lieber die engen Jeans unter der Diskokugel vollschwitzen.