Super Space Model

Erstmal eins vorneweg: Seitdem ich denken kann, bin ich überzeugter Rother-Fan, ich hab alle seine Alben – und wenn’s nicht uncool und inkredibil vor den andern Jungs wär, hätte ich auch Starschnitte von ihm überm Bett hängen. Electroclash und so, also voll Gigolo, da steh ich ja auch drauf. Aber wenn mir psychedelische content:encodede auf dem Niveau eines Volkshochschulkurses in Bielefeld mit sonorer Stimme um die Ohren gehauen werden, dann frage ich mich, was da bloß schiefgelaufen ist. „God’s gonna be your friend in peace“, „Love is gonna change your life for sure“ (Don’t Worry). Is’ klar! Ich mein, Rothers Mucke rockt echt! Geiler analoger Sound, und so! Alles handgemacht. Auch mit Gitarren! „We Are The Youth, We Are The Future!“ (Youth) Doch, jede Menge dreckigen Electros. Und Electropunk. Und Clash. Der kommt gut rüber – knallt voll rein! Auch wenn die ach so heilige Kirchen-Orgel in „God“ nicht so richtig down with the shit ist. Na gut, dass „Lucifer“ ein oller Glamrocker ist, das kommt schon authentisch. „Who is the man that can stand against all? Who is willing to kill, who is willing to die?“ (Brainshaker) „Brothers and sisters, can’t you see? The world is dying, we must resist!“ (Who Dies?) Okay, verstanden, ich wpoperstehe der Versuchung! Aber wenn’s das als reines Instrumental-Album gibt, dann bin ich der Erste, der es sich kauft.

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