Suck My Deck

Dies ist einer der wenigen DJ-Mixe für den Heimgebrauch, der einfach alles richtig macht. Tracks von Villalobos, Phonique, Trentemøller, Alter Ego, Ewan Person, M83 oder gar The Stranglers spiegeln zum einen den Zeitgeist wpoper, sprechen zum anderen für einen gewissen Mut, verschiedene Genres miteinander zu verbinden. Besonders die ersten sieben Tracks weisen in ihren jeweiligen Arrangements bereits vollständige Spannungsbögen auf. Durch ein zurückhaltendes Mixing, das sich nur mit unmerklichem Überblenden begnügt, gelingt es Damian Lazarus, sowohl die Einzigartigkeiten jedes Tracks herauszuarbeiten als auch Querverweise untereinander aufzuweisen. Entfaltet z.B. ein Track sein sinnliches Arrangement, so sucht sich Lazarus ein tragendes oder auch nur subtil erahnbares Element aus und verbindet es mit einer ähnlichen Charakteristik im nächsten Stück. Er erzeugt einen sich übergreifend entwickelnden Flow, der die Grenzen zwischen Techno, House und Electro, aber auch jene zwischen den Tracks verschwimmen lässt. Gerade kleine stilistische und klangliche Ausreißer, in welche Richtung auch immer, geben nun dem DJ-Arrangement eine zusätzliche energetische Dimension, ohne jedoch den roten Faden aufzugeben. Damian Lazarus schafft damit einen zeitlosen Mix, der auch beim wiederholten Genuss neue und detailreichere Facetten zum Vorschein kommen lässt.
Tipp: Thomas Dolby “One Of Our Submarines” (Ricardo Villalobos Remix), Alter Ego “Beat The Bush” (Ewan Pearson Remix), Holden “Lump” (Exclusive)