Spark

Kaum ein Producer verfügt über ein so tief durchdrungenes, vitales Verständnis der Deephouse-Lektionen der 90er wie Lawrence. Gleichzeitig wirken seine atmosphärisch aufgeladenen Tracks komplett eigenständig und gegenwärtig, errichten ein Plateau unerreichter Einprägsamkeit in der Anonymität dieses Sektors. Den typischen Ghostly-Touch erreicht Lawrence, indem er sich gegen sein düsteres Image besetzt präsentiert, sein vorwiegend darkes Soundrepertoire um eine hellere Klangfarbe erweitert: Die drei Tracks sind fast schon unverschämt poppig, aber ihre sweete Melancholie ist in gewohnt souveräne Grooves eingebettet, ihr techiger Gestus führt nie zu Techhouse. John Carpenter mit anderen Mitteln und zu anderem Zweck: Unwpoperstehlicher Soundtrack für den Spätherbst.