Smoke

Um eines vorweg zu nehmen: Jon Williams, einem jungen Mann aus Ohio, ist ein erstaunliches Debüt gelungen. Wunderschöner Art-Pop, der in seiner offensichtlichen Nichtperfektion einen ganz eigenen Ausdruck musikalischer Professionalität darstellt. Es sind neben den durchgängig interessant innovativen Stücken vor allem die Produktionsbedingungen, die Smoke aus der Flut der Veröffentlichungen herausstechen lassen. Es sind das „Mashup-Prinzip der Rekoncontent:encodedualisierung“, wie es im Promozettel heißt, das Runterpitchen, Kopieren und Wiedereinsetzen der Gitarren- und Gesangsparts, das Samplen und die Drum-Machines, die Smoke seinen so eigenen Stil verleihen. Man merkt dem Album die verhältnismäßig lange Produktionszeit von zwei Jahren ebenso wenig an wie die Tatsache, dass es nur mit einem Laptop und ein wenig Studioequipment eingespielt wurde. John Williams hat anscheinend weder Zeit noch Mühe gescheut, seiner musikalischen Vision den angemessenen Rahmen zu verpassen. Und es ist genau die Kraft dieser Vision, die Smoke einen Platz in meiner Auf-Dauer-Playlist verschafft hat.

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