Selection 5

Riley Reinhold präsentiert das fünfte Mix-Album mit Tracks aus dem Katalog seines Trapez-Labels. Die Stücke stammen hauptsächlich aus den fünfziger und sechziger Katalog-Nummern, sechs Tracks sind bisher unveröffentlicht. An der Seite von Stücken von bekannten Producern wie Nôze, Alex Under, Jeff Samuel oder Gabriel Ananda erscheinen diverse neue Namen, etwa Sandiego, Rico Püstel oder Mark-Henning. Der Flow des kurzweiligen Sets ist sehr überlegt aus den Strukturen der einzelnen Tracks entwickelt, die Elemente der verschiedenen Stücke werden gut ineinander verwoben. Reinholds Sicherheit im Umgang mit der Musik ist unbeirrbar: Das Set wird niemals zu hart, zu abstrakt, zu spielerisch, zu housig, zu minimal oder zu soundverliebt. „Selection 5“ impliziert die Behauptung, dass dieser Techno-Techno-Sound überall funktionieren kann, dass ein degenerierter, zerbröckelnder Afterhour-Sound ebenso wenig notwendig ist wie Peaktime-Gassenhauer. Stilistische Abgrenzungen spielen hier aber eigentlich kaum eine Rolle, „Selection 5“ will das Herz von Techno an den rechten Fleck zu setzten – mit jeden Track, in jeder Minute, mit jedem Beat.
Tipp: Andrea Ferin „Clear,” Swat-Squad „Escoria” (Audio Werner Remix), Nôze „Kitchen”

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