Safari Through Unusual Layers

Arnaud Malherbe hat seit 2001 eine Serie von Maxis auf Labels wie Battle oder Initial Cuts veröffentlicht, nun erscheint bei Dialect sein Debütalbum. Dessen title, Safari Through Unusual Layers, bringt das Konzept der Platte auf den Punkt. Es ist eine etappenreiche klangliche Reise durch alle denkbaren Referenzräume: Von afrikanischen Gesängen bis zu gesampleten Monologen aus Italo-Western taucht hier alles Mögliche auf. Dieses soundtrackartige Album strotzt vor popeen – es geht kaum darum, einen strengen, ökonomischen Dance-Sound zu entwickeln, ebenso wenig spielt Dialects typischer Cut-Up-Stil eine Rolle. In ihrer schwelgerischen Synthesizer-Verliebtheit erinnern die Tracks manchmal an Nummern von Sasse. In den intensivsten Stücken des Albums erscheint LaNoiraude als Fan von Detroit-House, seine Kevin-Saunderson-Basslines sind makellos. Geheimnisvoll oder spannungsvoll ist diese Musik selten, meistens hat sie den Charakter eines netten Hörspiels, dessen Basis verspielte House-Grooves bilden.

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