Return To Forever

Zugegeben: Das Album-Format im Drum’n’Bass hat schon lange keinen Meilenstein mehr hervorgebracht. Die meisten waren des Durchhörens nicht würdig und taugten höchstens als 12-Inch-Compilation. Der Mainstream wird dank Sebas neuem Album nun auch nicht wie zu goldenen Zeiten vor Ehrfurcht erstarren, doch zum ersten Mal seit einer Ewigkeit wiederholt sich ein Künstler dieses Genres nicht selbstverliebt, sondern zeigt eine klare und zeitlose Perspektive auf. Zudem kann Seba Oldschool-Weisheiten so mit den Mitteln der Zeit sublimieren, dass es am Ende doch neu klingt. Bekannt von Good Looking, Metalheadz, Secret Operations und Bassbin, vermengt er alles, wofür man ihn bisher kannte: Soul und Vocals mit echten Breaks und gekonntem Druck und Darkness – und baut mit Jesper Dahlbäck sogar eine Brücke zu House, die dennoch vollständig ins Sounddesign passt. Dabei weckt er zunächst Erinnerungen an Doc Scotts beste Tage, an die goldene Ära generell, um dann mit einer vom Kontrabass geprägten Skizze selbst Photek und Peshay Ehre zu machen. Dazu seine typischen Breaks und das eine oder andere Partikelchen aus Metalbox-Zeiten. Es wäre ein Jammer, wenn die Szene das nicht jubelnd aufgreifen würde.

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