Remixes

Diese CD des Ed-Banger-Produzenten ist gedacht als Vorbote des 2009 erscheinenden Debütalbums und fasst seine Remixes von 2005 bis 2008 für eine Palette mitunter hochkarätiger Künstler zusammen. Man kann SebastiAn nicht vorwerfen, dass er seinem Stil untreu wird, dafür gibt’s aber auch wenige Überraschungen. So bratzen und knurren die Tracks mit saftiger Wucht durch seinen dekonstruierten New-Rave-Entwurf, seine zunächst hochkomplexen Auffassungen der Stücke fallen aber öfter auf die Nase, als einem lieb sein kann. Dies liegt nicht nur an der Formelhaftigkeit des Ed-Banger-Sounds und der dadurch zwangsläufig hervorgerufenen Ermüdungserscheinung. Sondern auch an der, in elektronischen Gefilden eher unüblichen, direkten Abhängigkeit der Qualität des Remixes von der des Quelltracks. Dennoch funktioniert diese Formel auf den Dancefloors natürlich, und auch einige originelle Tunes gelingen dem Franzosen. Immer dann nämlich, wenn er sich vom Reißbrett des Gebratzes entfernt oder das Orginal zu geil ist, um einfach drüber zu bügeln. Lobend zu erwähnen sind dabei der Kelis-Track und die dramatische Zerlegung von Klaxons’ „Golden Skans“.

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