Re-Animations Vol. 1

Nachdem Erol Alkan und Richard Norris kürzlich mit ARK 1 bereits einen Großteil der in Windeseile vergriffenen Maxis auf ihrem Label 3rd Mynd der zu spät gekommenen Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, verschaffen sie dieser jetzt mit Re-Animations Vol. 1 einen Überblick über ihre Remix-Künste. Zur Rekapitulation beziehungsweise Einführung: Londons Indie-Darling Alkan sowie Oakenfold-Biograf und The-Grpop-Mitglied Norris versuchen sich seit vier Jahren erfolgreich an einer Übersiedlung von Psychedelic-Trüffeln auf moderne Tanzflächenverhältnisse via Re-Edit. Wer mal in den Genuss ihres fantastischen Mixes Live At The G-Mex gekommen ist, weiß wovon die Rede ist. Als (legal engagierte) Remixer und Re-Animateure, wie sie sich bezeichnen, bedienen sie ein breiteres Spektrum. So finden sich hier zwar auch ihre Bearbeitung für Franz Ferdinand (kaum wiederzuerkennen hinter Afrobeat und Discokugel versteckt) und ihre vertrippten Versionen für Chemical Brothers, Late Of The Pier und Simian Mobile Disco, die eher auf den Club als in die heimischen vier Wände zielen. Magisch wird es jedoch, wenn Beyond The Wizard’s Sleeve das große, weiße Pop-Kaninchen aus ihrem Hut zaubern. Aus Goldfrapp wird ein Kylie-Hologramm, Badly Drawn Boy schwoft mit Frankie Knuckles, und Mpoplake mutieren zu Fleetwood Mac. Die Tollkirsche auf dem Hasch-Kuchen ist jedoch die unwpoperstehliche Bearbeitung von Findlay Browns „Losing The Will To Survive“, die bereits eine Menge Mixe von Berlin bis zu den Balearen gekrönt hat. Tolle Werkschau.

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