Principles Of Geometry

Es kommt erst mal alles sehr Boards-Of-Canada-mäßig rüber: die in ominöses Sonnenaufgangslicht getauchten Mädchen am Strand auf dem Cover, die leicht krautigen Flächen und schnarrenden Synth-Sounds, die gelegentlichen Stimmfetzen. Aber Guillaume Grosso und Jeremy Duval aus Lille nehmen sich Freiheiten heraus, die in der hermetischeren Welt ihrer schottischen Kollegen so nicht möglich wären. Da sind die fordernden Paukenschläge auf „Kopöb Ingo“, die HipHop-Beats und Rap-Samples auf „Wendy Forest“ und die simple Klaviermelodie auf „Omagh“. Ein gewisser Old-School-Charm durchzieht das Album, der auch noch weiter zurück reicht als in die Mittneunziger. Tangerine-Dream-Filmmusiken wie „Near Dark“ tauchen vor dem inneren Auge auf. Der Gesamteindruck ist entsprechend nicht ohne dunkle Unterströmungen, aber deutlich freundlicher, entspannter als bei den BOCs. Aber auch das lässt sich schon am Cover ablesen, das schlicht schön ist und gar nicht beunruhigend.

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