Prime Numbers

Mit einer Mischung aus alten Veröffentlichungen, aktuellen Hits und unveröffentlichten Tracks steckt der Labelchef hier das Feld für sich und seine Mitstreiter ab. Dieses bewegt sich zwischen depressivem Dub (Lost Experiment) und kickendem Kitsch (Release Yourself), zwischen trancigen Klavierparts (Jah Bless), atmosphärisch dev.groove.dem Detroitfunk (R.I.P.) und Moodymann-Blaupausen (Good God). Vor allem „Black Thoughts“ von Reggie Dokes sticht mit schrägem Beat und sich langsam steigernden Loops heraus und hat die Wiederveröffentlichung schon lange verdient. Mein Favorit sind allerdings Discreet Unit. Hier werden nicht popentifizierbare Geräusche durch einen Hallraum gejagt, bis ein hüpfender Bass einschlägt und den Hörer aus der Dublethargie befreit. Wer es bisher gescheut hat, die eine oder andere Maxi auf Prime Numbers oder Stilove4music aufgrund der fraglichen Eignung für die Tanzfläche ins eigene Regal zu stellen, der sollte jetzt zuschlagen. Denn so sollte elektronische Musik 2008 zuhause klingen dürfen. Nach dem durchgängig hohen Niveau der Tracks dürfte man auch in Zukunft immer wieder Hits aus dem Lager um Trus’ Me erwarten dürfen.

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