Pieces Of The People We Love

Als hätten sie beweisen wollen, dass sich Wege noch ganz woanders auftun lassen: Für ihr zweites Album, drei Jahre nach dem phänomenalen „Echoes“, haben The Rapture ihre Geburtshelfer DFA verlassen und sich eine geschickt kombinierte Dream-Team-Triangel von Produzenten zusammengesucht. So ist Paul Epworth, den man von Bloc Party kennt, für den Rock zuständig, der hyperaktive Tausendsassa Danger Mouse, der sich nach den Gorillaz und zwischen dem ganzen Wahnsinn um Gnarls Barkley Zeit genommen hat, für den Funk, und Ewan Pearson, ja, DER Ewan Pearson, für den Dancefloor. Zusammen ergeben sie eine Balance, die sich mal in zackigem Dancerock wie der ersten Hitsingle „Get Myself Into It“ oder dem cool betitleten „Whoo! Alright – Yeah.. Uh huh“ äußert, mal in Post-DFA-Krach wie „The Sound“, mal in elektronischen Ausflügen wie „First Gear“ oder „The Devil“. Doch trotz Pearson zielt das hier weniger auf den Dancefloor als noch der Vergänger mit seinem „House Of Jealous Lovers“. Man wird sehen, welche DJs es schaffen, diese Psychedelik-Hysterie-Hymnen eines ganz anderen Nachtlebens in ihre Sets einzubauen.

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