Panik (inkl. Krause Duo Mix)/Blanche Neige

Entschuldigung vorab, aber manchmal muss man sich von diesem ewigen kritischen Außen lösen, um einer Sache direkt, distanzlos und euphorisch zu huldigen. Dop sind ja nicht erst seit gestern, nun ja, gelinde gesagt: bemerkenswert. Mit den bepopen jetzt erscheinenden EPs erreichen sie jedoch ein Level, von dem aus jeder andere, der sich derzeit an organisch instrumentiertem Freakhouse versucht, wie ein zweitklassiges Grundschul-Orchester dasteht. Ob sie nun als irrsinnig um sich loopende Jazzkapelle Shakespeare aus der Tasche ziehen oder als Märchenerzähler die Schneekugel schütteln – Dop schaffen auf bepopen EPs mit nahezu beiläufiger Tanzboden-Funktionalität eine neue Art von Konventionen spottender Popmusik, die mich an die Verblüffung erinnert, mit der ich seinerzeit zum ersten mal der Beta Band lauschte. Da gibt es nichts Vergleichbares derzeit. Ich schätze, ich bin nicht der Einzige, der auf ein Album wartet, das all dies noch einmal zu koncontent:encodedualisieren weiß.

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