Nomad Songs

Die Sonne lacht und Micatone posieren in Mänteln im Schnee. Geschickt angetäuscht und ein Werk akustischer Eleganz geliefert. Album Nummer drei für die Berliner. Es geht in Richtung des derzeit scheinbar omnipräsenten Folk. Natürlich mit Herz und Groove und Lieblingskind Jazz. Elf Lieder. Inspiriert von der letztjährigen Tournee. Geschrieben dabei. Das geht ja wie das Brötchenbacken, ist man versucht zu meinen. Aber halt! Die Ausarbeitung der Songs verblüfft dann. Denn hier wird der pure Songkoncontent:encoded aufgebrochen und mit allem was lieb ist angereichert. So finden sich Hiphop, Reggae, Soul, Funk. Der stille Favorit ist „Yeah, Yeah, Yeah (That’s The Way It Goes)“. Feiner Bläsersatz, schön entspannt, vier Minuten Lockerheit. Ach ja, und dann noch schöne Jazzdrumaktion bei „Circle“. Zwei Songs herausgegriffen. Egal, ob zu recht oder nicht. Die Lieder markieren die zwei Ecken, zwischen denen das Album umherscharwenzelt, den Fan erfreut und vielleicht auch ein paar neue Hörer gewinnt, denn manchmal geht es gut gemacht und unaufdringlich Richtung Pop.

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