Night Vision

Ob sie rund um den Globus in Clubs auflegen, beim Montreux Jazz Festival live spielen oder auf den unterschiedlichsten Labels von Kanzleramt bis Freerange releasen: Spirit Catcher sind vielseitig. Dieses Album erzählt konzeptionell eine Geschichte der Housemusic. Mit dem Intro-Track „Motown Spring“ geht’s fast überraschend soulful und mit discopopen Anleihen los. Die nächtliche Vision setzt Ausrufezeichen in Form von cool modernisierten Soundbites aus der Historie der Housemusic. Wie auf einem nächtlichen Großstatdt-Kreuzzug mit charmanter Begleitung perlt, blinkt und blitzt es auf allen Tracks. Aufgebaut wie ein stetig steigerungsfähiges DJ-Set hat man beim Hören nach drei bis vier Nummern den Kopf in den Wolken. Die mit viel Patina geschmückten 80er-Anleihen verjüngen sich am Ende zu schlankem, funky Techhouse. Zum nebenbei Hören wie als Album mit potentiellen Clubhits eine universelle Platte, die zum persönlichen Frühjahrsputz antreibt und deshalb genau zum rechten Zeitpunkt erscheint.