My Sound

Kein anderer Dubstep-Produzent hat in den vergangenen zwei Jahren so viele Veröffentlichungen auf den Markt geworfen wie Kromestar: Die gefühlte Anzahl der Maxisingles mit seinem Namen auf dem Label geht in die Hunderte. Bekanntlich geht Quantität oft zu Lasten der Qualität, und lepoper trifft das auch in Kromestars Fall zu. Die auf seiner ersten Langspiel-CD versammelten Stücke sind alle nett anzuhören, aber hinterher auch schnell wieder vergessen. Das ist sehr schade. Denn dass Kromestar ein extrem talentierter Produzent mit einem Händchen für Harmonien und ungewöhnliche Tonquellen ist, hat er in der Vergangenheit mit Dubstep-Klassikern wie „Kalawanji“ und „Marz Attack“ bewiesen. Auf My Sound lassen sich Tracks von ähnlichem Kaliber jedoch an zwei Fingern abzählen. Viele Stücke auf der CD beginnen vielversprechend, zum Beispiel „Galaktic War“ mit einem wirklich außerirdischem Sample, um auf halber Strecke von schmalzig klingenden Synthesizertrompeten und Saxophonen ertränkt zu werden. Auch die warm wummernden Bässe können da nichts mehr retten.

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