Monsters Of Cock Rock Disco

Der title kündigt schon an, was uns auf der kostenlos herunterladbaren Compilation des Labels Cock Rock Disco erwartet. Labeleigentümer Jason Forrest alias DJ Donna Summer hat darauf einige der verschrobensten Produzenten versammelt, die scheinbar ohne Schmerzgrenze alle erdenklichen Genres zu einem morbpopen Klangbrei verwursten, der wie eine Mischung aus Eurodance, Cutup-Jungle und Breakcore klingt. Das ist größtenteils ziemlich anstrengend, manchmal witzig und nur selten wirklich gut. Erster Lichtblick in Cock Rock Discos neongrellem Inferno zwischen Schunkel- und Raveatmosphäre ist Vorpals „Downtime“,ein klassischer popM-Track mit filigraner Melodie zu sauber geschnittenen Pianosamples. Wir springen vor bis title zehn und hören Terminal 11, der sich mit „In Love With You“ wie ein auf HipHop getrimmter Akufen anhört. Als wohl prominentester Künstler liefert uns Otto von Schirach mit „Satanic Unicorn Orgy“ seine ziemlich fragwürdige Version von Right Sapop Freds „I’m Too Sexy“. Letztes Stück der Compilation ist auch gleichzeitig das abgedrehteste: DJ Donna Summers „Chicken Dance“ ist der totale Ziehharmonika-Happy-Hardcore-Overkill, macht aber, wie auch die restliche Compilation, auf seltsame Weise trotzdem Spaß.

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