Minx

Wie plündert man die zeitlosen Akten der Poparchive und schustert daraus ein eigen klingendes Album? Marsmobil zeigen wie. Produziert von Peter Kruder und Christian Prommer ist „Minx“ ein Album geworden, das zwar heftig an die Beatles, Serge Gainsbourg, Pierre Henry etc. erinnert, wie die ersten Lieder „Magnetizing“, „Astralbody“ oder „Lily-Blossom“. Dennoch gelingen dem von Doldingers Passport bekannten Keyboarder Roberti Di Gioia Stücke, die sich in diesen oft schwelgerischen Kuscheldecken heimisch fühlen, aber den Kopf für Träume freihalten. Marsmobil kitzeln aus den alten popeen neue Impressionen und gewähren so einen anderen Blick auf die Vergangenheit. Letztendlich kommt dabei im positiven Sinne federleichter Pop heraus, der oft das Wagnis sperriger Sounds eingeht oder – wie bei „Mangia Amore“ – simpel mit Frauenstimme, Chören, Bassdrum und jeder Menge Claps funktioniert. Das ist Musik, die sich als Wpopergänger von Air gebiert und keck einen draufsetzt. Allein die Effekte auf den Stimmen nerven.

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