Milkshake #1

Unfassbar, dass erst 2005 ein Technoaktivist darauf kam, sein Label Minibar zu nennen. Da zergrübeln sich Heerscharen von Jungunternehmern die Hirne nach neuen Handelsmarken, und das Gute liegt mal wieder so nah – oder steht direkt vor der Nase, wenn Mr. DJ abgekämpft im Hotel angelangt. So ging’s auch Cabanne und – schwupps – war der Name da. Prost! Oder besser: „À votre santé!“ Der Labelsound macht allerdings gar nicht so einen beschwipsten Eindruck, minimal ist er, klar, aber nicht abgedreht, verschwurbelt und verspult, sondern ziemlich aufgeräumt, abstrakt und funky. Dabei konsequent housig wie wenige verwandte Labels, und ohne die weirdness von Cabannes Sachen auf Labeln wie Circus Company. Absolut gelungenes Labelprofil, kann man da nur konstatieren. Die Tracks sind durchgängig gut, Seuil mit „Dance“ und Ditchs „Bachalor Girl“ ragen noch ein paar Millimeter über das eh schon hohe Niveau hinaus. Und die zweite, gut gemischte Mix-CD taugt perfekt als Anschieber für die nächste Wohnzimmerparty.

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