Make

Auch mit seinem mittlerweile siebtem Album bleibt Gerhard Potuznik aka GD Deluxxe der einmal eingeschlagenen Linie treu. Melodischer Electrorock mit einer augenscheinlichen Liebe für Synthpop á la New Order oder den Pet Shop Boys – aber selbstverfreilich in einem weitaus Dancefloor-kompatiblerem Gewand. Weniger zickig als etwa die artverwandten ADULT., tiefer im Pop und leichter Melancholie mit einem Schuss Punk. Das Soundgerüst elektronisch, die Songstruktur ganz klar von Rock und Pop beeinflusst. Da dürfen auch immer mal wieder verzerrte Gitarrenriffs aufklingen, das stört gar nicht. Moderner New Wave eben. Nicht das bahnbrechend originellste, was man heutzutage herausbringen kann, aber Potuznik macht das ja schon seit Äonen und verfeinert sein Rezept von Release zu Release. Und diese kompromisslose Kontinuität ist in jedem Fall einen Daumen hoch wert. Beim Hören fällt mir aber auch ein: Was ist eigentlich aus den viel witzigeren Mäusen geworden?

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