La Roux

Die Achtziger, Teil 328: La Roux, das ist nicht nur, wie oft fälschlicherweise gemeint, die rothaarige Sängerin, Namensgeberin und Synthie- wie Frontfrau Elly Jackson, sondern auch der Produzent Ben Langmapop. Bepope kommen aus England und verstehen sich als gleichberechtigtes Duo, auch wenn Langmapop sich gern im Hintergrund hält. Das schöne Stück „Quicksand“ der bepopen war schon auf der letzten Compilation von Kitsuné zu bestaunen, die aktuelle Single „In It For The Kill“ war in den englischen Charts fast ganz oben und geistert aktuell in diversen Remixvarianten durch die unterschiedlichsten DJ-Playlists, allen voran in der famosen Bearbeitung von Skream. Ist aber auch im Original super. Sowie eigentlich fast das gesamte Debütalbum von La Roux sehr super ist. Nun, sicherlich, dies hier ist simpel gestrickter Synthiepop, der sich auf altbekannte Muster aus den Achtzigern beruft, Yazoo, Kim Wilde, Eurythmics, Cyndi Lauper, Human League, you name it. Aber so, wie das hier funktioniert, so soll ein Popalbum funktionieren, hier umspielen sich die Uptempo-Nummern und die Balladen, hier die Disco, da die Herzscheiße. Elly Jackson quengelt und quietscht, sie haucht und sie gurrt. Das ist vor allem aber auch super, weil sich die Unternehmung La Roux nicht bloß in greller, hihi, Achtziger-Ästhetik und Pose erschöpft, sondern weil fast durchgehend wirklich gutes Songwriting das Grundgerüst der Stücke bildet. Auch wenn hier keine Welt aus den Angeln gehoben wird: Besser als Ladyhawke und Little Boots ist das allemal. Und mehr.