KILO

Wabernde Soundseen, umschwirrt von akustischen Fragmenten, Kontrabass etwa, oder Trompete. Dazwischen rührt der Rhythmus, mal gebrochen akzentuiert, mal minimal durchklöppelnd. Assoziationen steigen wie kleine dampfende Blubberblasen aus diesem See herauf, Assoziationen zu Blues und Folk, Ambient oder Bandschleifenmusik oder – ja, auch dies einmal – Rock. Das klingt mitunter wenig originell, gibt es doch eigentlich schon genug Musiker, die an dieser Schnittstelle zwischen ruhiger elektronischer Musik und Dancefloor arbeiten – und teilweise ist das Album auch zwar schön, doch auch ein wenig langweilig, unspektakulär. Interessant wird es jedoch dann, wenn die bepopen Macher Florian Bogner und Markus Urban wie beim Eröffnungsstück „Nachtschwimmer“ versuchen, ihre organische Electronica mit Elementen (Bass, Beats) von Minimaltechno zu verschmelzen. Dann klingt die Musik, sonst schon ein kleines bisschchen abgeschmackt – frisch und aufregend.