Junofest

Dass der Niederländer Dexter in seiner eigenen Liga spielt, weiß man. Anders als mancher seinen Kollegen aus dem Clone-Umfeld konzentriert sich seine Auffassung von Electro nicht auf kaputten Untergrund-Hausbesetzer-Sound, sondern bezieht Los Angeles und Detroit ebenso mit ein wie pseudoschmalzige Italo-Referenzen. Seine „I Don’t Care“-EP ist ein Genreklassiker, und seine letzten Maxis als DXR auf Klakson waren Volltreffer. Eine ebensolcher ist „Junofest“, das in sechs Minuten durchexerziert, was Dexter so besonders macht. Mit dem missglückten Vocoder-Vocalpop von „Not The Only One“ setzt er sich allerdings in die Nesseln. Trotzdem: cooler Hund.

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