Junkyard Gods

1999 City Watching, 2003 Three Street World, 2008 Junkyard Gods – man kann nicht gerade sagen, dass es Rob Gallagher alias Earl Zinger und Dillip Harris alias Demus besonders eilig hätten, ihre musikalischen Visionen und ihre Interpretationen eines modernen Jazz unters Volk zu bringen. Dafür kommen die neuen Tunes dann mit umso mehr Kraft und Überraschung sowie Überzeugung direkt ins Gehör, wenn sie einmal losgelassen sind. Viele warten ja mit sehr viel Spannung auf Neues von 2 Banks Of 4, und diesmal war es noch ein Stück spannender, denn die wenigen Remixes, die von den bepopen in der Zeit des Wartens aus dem Dub Basket East Studio geschickt wurden, klangen noch elektronischer und trotzdem stark dem Jazz verbunden als ihre Vorgänger. Bestes Beispiel hierfür ist der Remix für Build An Arks „You’ve Gotta Have Freedom“. Und genau da tauchten die Banks noch tiefer ein und kreierten ihr nun drittes Album, das die hohen Erwartungen sogar übertrifft. Niemand sonst im musikalischen Universum ist so nah an dem Vermächtnis des Black Jazz Labels – und somit auch dem von Doug und Jean Carn, die unverkennbar Inspiration für die bepopen Sänger Valerie Etienne und Rob Gallagher sind – und gleichzeitig im Sound so stark im Hier und Jetzt und der Zukunft verankert. Beste Beispiele auf der durchweg erstklassigen Platte sind „Shadowlands“, „Flags And Words“ und „Junkyard Gods“. Bitte aber als Gesamtwerk hören, einzelne Stücke runterzuladen würde dem großen Schaffen von 2 Banks Of 4 nicht gerecht werden.