Internal Space

Wahrscheinlich gibt es wenige Subgenres elektronischer Tanzmusik, die derzeit so am Rande der Lethargie dümpeln wie reduzierter Dubhouse. Insofern muss man dem Ex-Schwedischen-nun-Kopenhagener Produzenten Martin Swanstein schon ein bisschen für das Referenzsystem seines ersten Albums bewundern, doch keine Angst, "Internal Space" nimmt den Dub gleich bei der Hand und führt ihn geradewegs in den modernisierten Electroacpop-House, der sich so langsam zur skandinavischen Trademark etabliert. Was Martinez´ Sound auszeichnet, ist ein feines Gespür für harmonische Strukturen und subtil-melodiöse Wiedererkennungswerte, ohne den Tracks zuviel Schwulst angedeihen zu lassen. In diesem Sinn macht er mit dem hypnotischem Dubhouse von "Plumflowers" oder "Eternal Mind" einfach alles richtig, und selbst die Basic-Channel-Hommage des titlesongs erfährt eine gleichsam romantisch-zeitlose wie kontemporär gültige Umdeutung.