Institue Of Joy

Darauf hat die Welt gewartet: Nach der fantastischen Zusammenstellung Collected Works, welche die ersten drei EPs von A Mountain Of One versammelt hat, erscheint jetzt das erste reguläre Album des Londoner Duos. Mo Morris und Zeben Jameson haben mit Institute Of Joy dem wild wuchernden, fragilen und nach allen Enden offenen psychedelischen Rock jener Ausprägung, wie man ihn sich Ende der Sechziger und in den Siebzigern so gern als Begleitmaßnahem zum halluzinogenen Trip zu Gemüte geführt hat, einen üppigen Altar errichtet. Pink Floyd und Neil Young heißen da einerseits ganz offensichtlich die Vorbilder, andererseits kann man hier auch deutlich krautiges Geklöppel der Schule Neu!, romantisch unterfüttertes Songwriting im Sinne von Fleetwood Mac oder die zerbrechliche, kristalline Klangarchitektur von Talk Talk heraushören. Gospelchöre, ausladende Gitarrensoli, Richtung Zeitlupe gedehnter Folk, Synthie-Schwulst, Reisen nach Outer Space, all das gilt es hier zu erleben. Und eine famose Coverversion von Leonard Cohens „Who By Fire“. Fantastische Platte, ein Album des Jahres, jetzt schon. Auch wenn das, was A Mountain Of One hier veranstalten, selbst für die Weltoffensten, die unter dem Deckmantel „Kosmische Disco“ so einiges zulassen, einen Tick zu weit vom Dancefloor entfernt liegen mag – und wirklich schon Rock wie in „Rock“ darstellt. Macht aber überhaupt gar nix.