Harissa

Nachdem Loco Dice 2006 so was wie einen Minimal-Trance-Entwurf für den Ravefloor entwickelt hat, schlägt er auf dieser Doppelmaxi mit vier Tracks zartere Töne an und geht mit dem Afterhour-Sound auf Tuchfühlung. Die Stücke haben langsamere, zurückgenommenere Beats und feinere Konturen. Dabei werden die Tracks aber nie labyrinthisch oder verworren, sie bewahren immer die Direktheit, für die man Dice liebt. „Raindrops On My Window“ ist eine liebliche Percussion-Nummer, „Paradiso“ ist das charmant-housige Stück der EP, „Vamos A Cali“ erinnert an Tracks von Rob Hood, „A Chico A Rhytmico“ setzt sich mit südamerikanischer Musik auseinander. Es gelingt Dice nicht wirklich, geheimnisvoll und rätselhaft zu klingen: Er bleibt ein Künstler der Präsenz, des unmittelbar Elektrisierenden, des transparenten, durchdringenden Strahlens.

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