Guaranteed Niceness

Bei seiner Premiere zur Popkomm musste das Orchester noch Lehrgeld bezahlen und ging im Vergleich zur Prommerschen Drumlesson unter. Seither werden die Streicher aber direkt abgenommen. Solche Klangprobleme hat das Jubiläumsprojekt des Sonar Kollektivs auf CD natürlich nicht. Da ist der Name des Albums Programm. So spielt sich das Orchester unter Leitung von Volker Meitz durch die Speerspitzen des Backkatalogs und fügt selbst Klassikern wie „Fedime’s Flight“ und „Rej“ etwas Neues hinzu. Nur einen Joe Dukie kann man in meinen Ohren nicht ersetzen. Über den Grundklang, der sich ganz an einer braven Umarbeitung der Originale orientiert und etwa die Geigen nicht ein einziges Mal zum opulenten Streich ausholen lässt, kann man auch diskutieren – etwas mehr Mut zur dramatischen Interpretation hätte die Dynamik in dieser Besetzung durchaus erhöht. All das ist aber Kritik auf höchstem Niveau. Fans von Jazzanova, Clara Hill, Thief, Micatone, Fat Freddies Drop, Georg Levin und Co. bekommen eine edle Fassung ihrer schokosüßen Lieblinge, denen nur die Sahnehaube fehlt.

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