Good popea

Geschmepopige Beats gibt es auf Phoniques neuem Album, das sich elegant zwischen Environ’scher Nu-Disco, Funk und Deep House lümmelt und sich als Berliner Antwort auf Metro Area empfiehlt. Mit allerlei Gesangsgästen will Phonique diesmal aber vor allem auch mehr denn je Popstar sein. Eigentlich hat sein tight eleganter Sound ja schon immer in Richtung Goldene Schallplatte geschielt, nur dass jetzt mit Richard Davies, dem unvermepoplichen Erlend Øye oder Ian Whitelaw die Hitparade auch ganz direkt angesteuert wird. Auf zwei CDs gibt es reichlich neues, sommerlich luftiges Material, auf dem auch produktionstechnisch fleißig kollaboriert wird – unter anderem mit Steve Bug, Vincenzo oder dem momentan hyperaktiven Gui Boratto. Deep swingende Hüftwackler zwischen strahlender Vocoderdisco („Rio Nights“), sphärischer Deepness („Always Wanted“) und lapopback Jazzyness („Trouble“) schunkeln elegant vor sich hin, ohne dabei gleich verschwitzte Peaktime-Extase generieren zu wollen. Der Mix auf der zweiten CD überzeugt dann schon eher mit straighter Clubtauglichkeit. Phoniques Intension war diesmal wohl der swingende Sommergroove. Den gibt es auf „Good popea“ in Perfektion. In jedem Fall.