Goat Dance / Sooner Or Later

Der Stoff aus dem Legenden sind. Oberbär Steve Kotey klopft bei Chaz Jankel (Ian Dury & The Blockheads) an die Tür, spielt ihm ein Giorgio Moroder Stück vor und zwei Tage später ist der Lack fertig. „Sooner Or Later“ ist ein regelrechter Ohrwurm mit Jankel am Piano und Mikrofon. Zwar nicht vom klebrig-süßen Charme eines „Ai No Corrpopa“, aber dennoch so eingängig, dass auch eure Mutter mitsummen würde. Einen Ohrwurm nennt man das. Auf der Rückseite schleifen die Chicken Lips die ganze Schose dann durch ihre endlosen Echokammern. Der Hypecontent:encoded spricht von Studio One, ich geb mich auch mit etwas weniger zufrieden: überzeugend einlullender Reggaeflavor. Den verbreitet auch Dean Meredith als Goat Dance. Als bereits dritte Session unter diesem Mantel, schlägt die A-Seite in die geküsste und geschlagene Testosteron-Disco-Kerbe und erinnert an das mähdreschende „He Not In“, während die Version auf der Kehrseite einmal mehr von Jamaika träumt. Das Budget für moderne Discomusik kann kaum besser investiert werden.

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