Future Sounds of Jazz Vol. 11

Unter der Federführung von Michael Reinboth geht die Compost-Serie nun bereits in die elfte Runde. Auch diesmal präsentiert die Compilation absolut stilsicher und mit viel Gespür für musikalische Innovationen ein weites Spektrum des sehr dehnbaren Jazz-Begriffs. Doch gerade aus diesem Spannungsfeld heraus entwickelt sich eine homogene Dramaturgie, die jedem Act den notwendigen Raum gibt, um seine eigene popee von zeitgenössischem Future Jazz zu formulieren. Während Joashs „Salome“ und die Bearbeitung des Koop-Tracks „Drum Rhythm A“ durch Christian Prommer noch als recht gefällige Broken-Beat-Exegesen durchgehen, sind Solomun & Stimming, James Din A4 oder Dennis Ferrer schon einen Schritt weiter: Mit Jazz haben ihre minimalen House-Skizzen zwar nur am Rande zu tun, dafür sind ihre Tracks eindeutig Richtung Dancefloor gedacht. Das funktioniert ganz hervorragend, auch wenn gefällige Klöppeleien dabei nicht ausbleiben. Trotz einiger Schwachstellen ist allen zwölf Tracks die Lust an der Improvisation und der offenen Form anzuhören. Gute Aussichten also für Runde 12.

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