From A Deep Place

Keine leichte Zeit für Detroit-inspirierten Chordtechno, wovon die Voorn-Weggefährten Alexander Kowalski und Technasia mit ihren letzten Alben beredtes Zeugnis ablegten. Aber vielleicht macht der Rotterdamer Produzent mit dem kongenialen Nachfolger zu dem 2004 auf Sino erschienenen „Future History“ alles richtig, weil er nicht versucht, den musikalischen Horizont in Richtung Pop zu öffnen. Über die knapp 80 Minuten von „From A Deep Place“ besinnt sich Voorn einfach nur auf seine unbestrittenen Skills als der vielleicht versierteste Botschafter der upliftenden Melancholie und nimmt dabei nur wohldosierte Querverweise zu anderen musikalischen Baustellen auf. So schwebt über der sinnlichen Electrotrance von „Lucpop Dreams“ und den superb gefilterten Chords der tribalen Breaks-Disco „A Thousand Lost Souls, über „The Deep“ in seiner verspielt-barocken Pracht und dem maximal mobilisierenden Acpop-Metronom „MPX 309“ sowie über der orchestralen Theatralik der immer wieder eingestreuten beatlosen Intermezzi wie „Listen“ einfach das Gütesiegel der zeitlosen Qualität. Oder anders ausgedrückt: der Deepness.