Final Songs

In jungen Jahren, getrieben von Zweifeln, Sorgen und vermeintlichen Nöten, dürfte so ziemlich jeder halbwegs sensible Mensch einmal die Möglichkeit in Betracht gezogen haben, seinem Leben ein vorzeitiges und selbst bestimmtes Ende zu setzen. Und theatralisch, wie man in dem Alter nun mal ist, überlegt man sich auch alles ganz genau. Das ultimative letzte Stück, das einen beim Abschied nehmen oder auf der letzten Reise begleiten soll, ist integraler Bestandteil dieser morbpopen Gedankenspiele. Ganz unpubertär und voller Pietät lässt sich die Frage nach dem letzen Stück jetzt Get Physical von einer Reihe Musiker beantworten. Die Suche nach dem wirklich finalen Stück, den letzten irdischen Klängen oder der musikalischen Nachricht an die Hinterbliebenen ist eine intensive. Umso bemerkenswerter sind die title, die Musiker wie Richie Hawtin (der sich im übrigen die frühe Clubhymne „Amenity" vom Mark-Pritchard-Alias Link wünscht), Ricardo Villalobos (der ein Stück einer von ihm geliebten, linken chilenischen Folkloreband wählt) oder Hell (dabei mit „Golden Brown" von The Stranglers) zu ihrem finalen Hörerlebnis machen sollen. Eine ergreifende Zusammenstellung.

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