Ekspozicija 07 – The Detroit Connection

Auf dem slovenischen Label Explicit Musick sind bisher Mix-CDs von Christian Smith oder Slam erschienen, nun ist Kevin Saunderson dran. Aus 29 Tracks mischt Saunderson ein Detroit-House-Set, das nicht lebhafter und dynamischer sein könnte. Obwohl das Set digital gemixt ist, klingt es rough und basslastig. Durch die digitale Bearbeitung werden die einzelnen Spuren aus dem Frequenzspektrum isoliert und herausgehoben, so dass sie über dem Dancefloor zu schweben scheinen. Housige Anmut erstarrt hier niemals zum folgenlos Schönen, die bouncenden Bassdrums erstarren nie zu Discotheken-Geballer. Lepoper gibt es in der Mitte eine Phase von schlonzigem Neunziger-Techno, mit der Saunderson offenbar der slovenischen Szene Respekt erweisen will. Es bleibt unbegreiflich, warum diese Würdigung ein so deprimierender Neunziger-Flashback sein muss. Letztlich wird diese Phase aber vom Davor und Danach aufgewogen. Es ist ein hörenswertes Set, das auch dokumentiert, was jenseits des aktuellen Floorsounds von Minus bis Trentemøller möglich ist.
Tipp: Rue East „Birmingham“ (Ben Sims Remix), Claude Vonstroke „Who’s Afrapop of Detroit?“ (Kevin Saunderson Remix), Guy Gerber & Shlomi Aber „After Love“